Conformist
Der Downstream passt sich bewusst an den Upstream-Vertrag an und akzeptiert dessen Begriffe sowie Änderungsrhythmus.
- UpstreamBestimmt den Vertrag.
- DownstreamÜbernimmt das Modell.
- AbhängigkeitÄnderungsrisiko bleibt sichtbar.
Einordnung
Warum das wichtig ist
Eine asymmetrische Upstream-Abhängigkeit bewusst übernehmen und ihre Folgen absichern.
Beziehung zwischen Bounded Contexts im strategischen Domain-Driven Design.
Conformist und übersetzende Grenze
Der Shop bleibt ein modularer Monolith mit sieben Modulen und gemeinsamer Auslieferung; diese Beziehung beschreibt Modellverantwortung.
So liest du das Bild
- Upstream Modellhoheit
- Downstream Anpassung
- Abhängigkeit Vertragstest
| Kriterium | Conformist | Übersetzungsschicht |
|---|---|---|
| Modell | Upstream wird übernommen | Eigenes Modell bleibt stabil |
| Aufwand | Gering bei Änderungen | Übersetzungslogik pflegen |
| Kontrolle | Begrenzt | Höher |
Nutzen & Grenzen
Hilft, wenn
- Der Downstream kann Vertragsänderungen kaum beeinflussen und die Anpassung bleibt wirtschaftlich vertretbar.
- Der Upstream-Vertrag ist ausreichend dokumentiert und Änderungen sind erkennbar.
Grenzen
- Begriffe des Upstreams können lokale Fachsprache und Regeln unpassend prägen.
- Häufige inkompatible Änderungen machen die Übernahme teuer und riskant.
In der Praxis
- Dokumentiere, welche Upstream-Begriffe und Felder übernommen werden und wo der Downstream sie verwendet. Ordne jede übernommene Bedeutung den betroffenen lokalen Regeln zu und markiere Stellen mit abweichender Fachsprache.
- Verfolge Versionshinweise und ergänze Vertragstests für die Eigenschaften, die der Downstream tatsächlich benötigt. Lege außerdem fest, wer bei unklarer Upstream-Semantik entscheidet und wie dringende Änderungen sichtbar werden.
- Bewerte bei jeder größeren Änderung erneut, ob die direkte Übernahme noch passt oder eine Übersetzungsschicht das lokale Modell schützt. Beziehe Fehlerfolgen und Pflegeaufwand in die Entscheidung ein.
Ausführliche Erklärung lesen
Conformist beschreibt eine asymmetrische Beziehung: Der Upstream bestimmt sein Modell, während der Downstream es übernimmt. Dadurch entfallen Übersetzungs- und Verhandlungsaufwände, doch der Downstream trägt die Folgen fachlicher oder technischer Änderungen mit. Das Muster eignet sich für begrenzte Integrationen, wenn der Vertrag stabil genug ist und die Abhängigkeit bewusst akzeptiert wird.
Die Context Map benennt die asymmetrische Beziehung; ein Anti-Corruption Layer bietet eine Alternative, wenn das Upstream-Modell das eigene Modell verzerren würde.
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Wer bestimmt beim Conformist den Upstream-Vertrag?
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Der Upstream-Kontext.
AnwendenAuf eine neue Lage übertragen
Was hilft, benötigte Felder bei Änderungen zu erkennen?
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Dokumentierte Abhängigkeiten und gezielte Vertragstests.
BewertenEine Alternative abwägen
Wann ist ein Conformist riskant?
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Wenn Upstream-Begriffe lokale Regeln prägen oder der Vertrag häufig inkompatibel wechselt.
Vertiefen
Diese Bausteine führen die Gedanken dieser Seite weiter.
Quellen
- Eric Evans · DDD Reference (öffnet in neuem Tab)Primärreferenz zu Context Mapping und Beziehungsmustern.
- Vaughn Vernon · Implementing Domain-Driven Design (öffnet in neuem Tab)Praxisbuch zu Kontextgrenzen und Teambeziehungen.
- Domain-Driven Design Reference · Strategic Design (öffnet in neuem Tab)Begriffsreferenz für strategisches DDD.