Eigenständiger BegriffMechanikKapitel III · Betrieb · Baustein 10 von 17

Skalierung

Eine gemessene Kapazitätsgrenze verlangt eine gezielte Änderung an der Engpassressource.

  1. RessourceRessource: Kapazität wird an einem Engpass ergänzt.
  2. RichtungRichtung: Vertikale und horizontale Änderung unterscheiden sich.
  3. WirkungWirkung: End-to-end-Verhalten bestätigt den Zugewinn.

Einordnung

Warum das wichtig ist

Kapazität durch begründete Ressourcenänderungen anpassen.

Kapazität durch begründete Ressourcenänderungen anpassen.

Shop-Beispiel · Zuordnung

Skalierung: Entscheidung prüfen

Das Shop-Beispiel nutzt die bestehende gemeinsame Datenbank und sieben Module. Jede ergänzte Dienst- oder Betriebsform ist eine hypothetische Erweiterung. Zum Kampagnenstart ergänzt das Betriebsteam Shop-Webinstanzen, nachdem ein Test CPU als Engpass zeigt. Die Bestellmodule bleiben innerhalb derselben Anwendung und nutzen weiterhin die gemeinsame Datenbank. Ein zweiter Test zeigt, dass deren Schreibkapazität früher erreicht wird als die Webkapazität. Das Team skaliert deshalb den Datenbankpfad gesondert und misst Antwortzeit, Queue-Länge und Kosten. Die angenommenen Lastwerte bleiben ausdrücklich Testannahmen.

So liest du das Bild

  1. Ressource Ressource
  2. Richtung Richtung
  3. Wirkung Wirkung
Skalierung: Entscheidung prüfen
BegriffBedeutungPrüffrage
RessourceKapazität wird an einem Engpass ergänzt.Welche Ressource wird nach der Webkapazität separat betrachtet?
RichtungVertikale und horizontale Änderung unterscheiden sich.Welche Daten stützen eine Skalierungsänderung?
WirkungEnd-to-end-Verhalten bestätigt den Zugewinn.Warum behebt eine zusätzliche Webinstanz den Datenbankengpass nicht zwingend?
Skalierung verändert verfügbare Kapazität durch größere Ressourcen (vertikal) oder zusätzliche Instanzen (horizontal). Die Entscheidung betrifft Rechenleistung, Speicher, Parallelität und Datenhaltung und richtet sich nach dem tatsächlichen Engpass. Prüfe das Szenario mit den Fragen in der zweiten Spalte.

Nutzen & Grenzen

Hilft, wenn

  • Kapazität durch begründete Ressourcenänderungen anpassen.
  • Engpass messen, Kapazität zielgerichtet ändern und Wirkung erneut testen.

Grenzen

  • Mehr Ressourcen können einen anderen Engpass oder höhere Kosten erzeugen.
  • Horizontale und vertikale Skalierung ändern Kosten, Fehlerdomäne und Engpass jeweils anders.

In der Praxis

  1. Miss CPU, Datenbank-Schreibkapazität, Queue-Länge und Antwortzeit, bevor du Instanzen ergänzt; ordne jede Änderung einem beobachteten Engpass zu.
  2. Erhöhe zuerst nur die Webkapazität und wiederhole denselben Lasttest; prüfe, ob sich der Engpass zur gemeinsamen Datenbank verlagert und welche Module darunter leiden.
  3. Teste anschließend eine gezielte Datenbankmaßnahme getrennt und vergleiche Durchsatz, Latenz und Betriebskosten, während die sieben Module im modularen Monolithen bleiben.
Ausführliche Erklärung lesen

Skalierung verändert verfügbare Kapazität durch größere Ressourcen (vertikal) oder zusätzliche Instanzen (horizontal). Die Entscheidung betrifft Rechenleistung, Speicher, Parallelität und Datenhaltung und richtet sich nach dem tatsächlichen Engpass.

Zusätzliche Instanzen helfen nur, wenn Arbeit geteilt werden kann und gemeinsam genutzte Abhängigkeiten mithalten. Zustand, Startzeit, Koordination, Kosten und Rücknahme bestimmen, ob die Änderung den gewünschten Nutzen bringt.

Das Shop-Beispiel nutzt die bestehende gemeinsame Datenbank und sieben Module. Jede ergänzte Dienst- oder Betriebsform ist eine hypothetische Erweiterung. Zum Kampagnenstart ergänzt das Betriebsteam Shop-Webinstanzen, nachdem ein Test CPU als Engpass zeigt. Die Bestellmodule bleiben innerhalb derselben Anwendung und nutzen weiterhin die gemeinsame Datenbank. Ein zweiter Test zeigt, dass deren Schreibkapazität früher erreicht wird als die Webkapazität. Das Team skaliert deshalb den Datenbankpfad gesondert und misst Antwortzeit, Queue-Länge und Kosten. Die angenommenen Lastwerte bleiben ausdrücklich Testannahmen. backpressure und skalierbarkeit helfen, diese Entscheidung mit benachbarten Fragen zu vergleichen.

Selbst prüfen

Teste dich in drei Stufen

  1. AblesenIm Bild nachsehen

    Welche Ressource wird nach der Webkapazität separat betrachtet?

    Lösung mit Begründung ansehen

    Die Datenbank als eigenständig gemessener Engpass.

  2. AnwendenAuf eine neue Lage übertragen

    Welche Daten stützen eine Skalierungsänderung?

    Lösung mit Begründung ansehen

    Engpassmessung sowie Kosten- und Wirkungsvergleich nach der Änderung.

  3. BewertenEine Alternative abwägen

    Warum behebt eine zusätzliche Webinstanz den Datenbankengpass nicht zwingend?

    Lösung mit Begründung ansehen

    Mehr Webkapazität kann die Datenbank stärker belasten, ohne ihren Durchsatz zu erhöhen.

Zehnmal mehr Bestellungen

Vergleiche Kapazität, Verteilung und Engpässe im gemeinsamen Lernbeispiel.

Skalierung am Shop ausprobieren

Vertiefen

Hier findest du Varianten und Verweise auf eigenständige Begriffe.

Vertikale Skalierung

Vertikale Skalierung gibt einer Instanz mehr CPU, Arbeitsspeicher oder I/O-Leistung und passt damit den Engpass innerhalb derselben Anwendung an. Sie ist oft einfach zu betreiben, bleibt aber durch Instanzgrenzen und einen einzelnen Ausfallbereich begrenzt.

Horizontale Skalierung

Horizontale Skalierung startet weitere Instanzen derselben Anwendung und verteilt Anfragen auf sie. Das setzt zustandsarme oder extern gespeicherte Sitzungen voraus; gemeinsame Datenbank- und Schreibengpässe wachsen dadurch nicht automatisch mit.

Automatische Skalierung

Autoscaling passt die Zahl oder Größe von Instanzen anhand gemessener Signale und definierter Richtlinien an. Es eignet sich für vorhersehbare Lastschwankungen, reagiert aber nur innerhalb von Startzeit, Obergrenzen, Aufwärmphase und verfügbarem Ressourcenbudget.

Weiter im Lernpfad

Als Nächstes in Laufzeit & Betrieb: Load Shedding.